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Bayerischer Archäologiepreis für das Werdenfels-Gymnasium

23 Archaologie2Das P-Seminar „Archäologie im Werdenfelser Land“ (Jahrgang 21/23) wurde am 17. Juli 2023 mit dem Archäologiepreis Schule der Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V. ausgezeichnet.

Zur Auszeichnung reisten die beiden Regionalbeauftragten für Oberbayern der Gesellschaft für Archäologie i23 Archaologie1n Bayern, Frau Dr. Grietje Suhr und Frau Delia Hurka, an und ebenfalls kamen Herr Kramer von der Zugspitzregion, der Schulleiter Herr Hagenauer und der Kursleiter Herr Neumann. Es fanden sich zur Preisverleihung aber auch die Schülerinnen und Schüler, die bereits ihr Abitur in der Tasche haben und offiziell aus der Schule entlassen wurden, im Pavillon des Werdenfels-Gymnasiums ein.

In seiner Begrüßung stellte Schulleiter Herr Hagenauer die geglückte Kombination von theoretischer und praktischer Arbeit, die in der erfolgreichen Umsetzung in einer schön gestalteten Bröschüre mündete. Die Broschüre fasse für nächsten Jahre sowohl für Schüler als auch Touristen bestens die archäologischen Befunde in der Region von der Steinzeit bis zur Römerzeit zusammen. In diesem Zusammenhang wurde auch Herrn Kramer mit der Zuspitzregion für das Sponsering des Drucks der Broschüre gedankt.

In der Laudatio von Frau Dr. Grietje Suhr wurde die vom P-Seminar erstellte Broschüre Archäologie bei uns dahoam als „gelungene Handreichung für Besucher der Region Zugspitz-Wetterstein-Karwendel gelobt. Die Schülerinnen und Schüler seien „sehr stark mit dem Berufsbild des Archäologen in Berührung gekommen“ und seien „mit großem und auch zeitlichem Aufwand u.a. bei den beiden Grabungen und mit großem Eifer an die an sie gestellten Anforderungen herangegangen“. Neben der offiziellen Urkunde des Archäologiepreises konnte sich das P-Seminar mit ihrem Lehrer Herr Neumann auch über ein Preisgeld von 500€ freuen.

Die Schülerinnen und Schüler untersuchten im P-Seminar (Abiturjahrgang 2021-2023) „Archäologie im Werdenfelser Land“ die archäologischen Fundstücke und Fundstellen vom Neolithikum bis zur Römerzeit. Ihre Ergebnisse stellten sie in der Broschüre „Archäologie bei uns dahoam“ zusammen, die Ende Dezember 2022 erschien. Diese wurde von der Zugspitz Region gedruckt und ist dort in der Geschäftsstelle bzw. digital auf der Homepage unter https://www.zugspitz-region-gmbh.de/ erhältlich.

Neben der wissenschaftliche Literaturrecherche wurden externe Experten für die inhaltlichen Ausarbeitung hinzugezogen. Das Werdenfels-Museum informierte mit Herrn Schwarz zu Funden der Steinzeit und Römerzeit vor Ort bestens und es gab es eine intensive Zusammenarbeit mit Forschenden im Rahmen des Interreg Projekts „Letzte Jäger, erste Hirten und Bauern – Die vorgeschichtlichen Wurzeln der Grünlandwirtschaft in der Region Zugspitze-Wetterstein-Karwendel“. Dazu fanden zwei archäologische Workshops von Frau Dr. Caroline von Nicolai (DAI) in der Schule statt, außerdem zwei Videokonferenzen zu archäologischen Funden in der Region und zu Archäozoologie und Knochenfunden (Dr. Simon Trixl, Konstanz). Zwei Exkursionen fanden ebenfalls mit externen Experten statt: an den Geroldsee (Steinbeilfundstelle) mit Frau Dr. Caroline von Nicolai und zum Brandopferplatz in Farchant mit Dr. Konstantin Kárpáty (LMU). Für die Ausstellung „Letzte Jäger, erste Hirten und Bauern“ im Naturpark Infozentrum in Scharnitz gestalteten die Schüler außerdem ein Plakat und besuchten den eröffenenden Fachvortrag von Frau von Nicolai (2.6.22) dazu.

Absolutes Highlight in jeder Hinsicht war die Teilnahme und Mithilfe der Schülerinnen und Schüler bei einer Sondagegrabung am Joch bei Schlehdorf am Kochelsee und am Zeilkopf bei Eschenlohe (20.6.- 1.7.22). Praktische Forschungsarbeit und theoretischer Hintergrund ergänzten sich hier perfekt. Mit enormem Einsatz und Fachwissen leiteten hier Frau Dr. Caroline von Nicolai und Herrn Konstantin Kárpáty die Schüler zu praktischem archäologischem Arbeiten an.

Mit großer Begeisterung fassten die Schülerinnen und Schüler die insgesamt in den gut eineinhalb Jahren gewonnenen Erkenntnisse in Teamarbeit in der Broschüre „Archäologie bei und dahoam“ zusammen, bei der sie jeweils zu zweit ein oder zwei Themen bearbeiteten und außerdem mit viel Aufwand noch das Layout etc. erstellten.

Martin Neumann