Exkursion der Klasse 5c zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Partenkirchen

2016 kbesuch3Am 30. Mai 2016 unternahmen wir, die Klasse 5c und unsere Religionslehrerin Frau Oguntke, eine Exkursion zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Der Diakon dieser Pfarrei in Partenkirchen, Herr Altmiks, der uns in der folgenden Stunde viel Wissenswertes über die Kirche erzählte, erwartete uns bei unserer Ankunft schon freudig.
So erfuhren wir von ihm viel Interessantes über Kirchengebäude allgemein und über die Kirche Mariä Himmelfahrt im Besonderen: Als sich am 06.12.1865 der große Marktbrand von Partenkirchen ereignete, blieben nur ein Kaufmannshaus und der Kirchturm stehen. Doch der Glaube war den Menschen so wichtig, dass schon drei Jahre später der Grundstein der neuen Kirche von Partenkirchen gelegt werden konnte. Am 25. September 1871 wurde diese Kirche dann vom damaligen Erzbischof von München und Freising, Gregor von Scher, eingeweiht. Als wir dieses Gotteshaus während unserer Exkursion betreten wollten, machte Herr Altmiks uns darauf aufmerksam, dass an der Kirchentür besondere Zeichen angebracht sind.

Diese Zeichen bedeuten, wie Herr Altmiks uns erklärte, dass man einen heiligen Ort betritt, in dem es auch deutlich stiller ist als auf dem Marktplatz davor. So lädt dieser ruhige Raum ganz besonders zum Nachdenken und zum Reden mit Gott ein. In der Kirche klärte Herr Altmiks uns dann darüber auf, warum das Taufbecken und die Form der Kirche unten viereckig und oben achteckig sind: Die Zahl vier steht für die Erde, die Zahl acht dagegen für das Paradies. Wir waren außerdem sehr erstaunt, als Herr Altmiks uns erzählte, dass der Altar und der Ambo aus dem gleichen Material bestehen, aber dennoch in unterschiedlichen Farben leuchten: Der Altar ist golden, der Ambo dagegen schwarz. Das liegt daran, dass man das Metall in zwei Richtungen bürsten kann: Bürstet man es in die eine Richtung, wirkt es golden, wird es hingegen in die andere Richtung gebürstet, so nimmt es die schwarze Farbe an. Am Ambo gibt es dabei Stellen, die der Pfarrer häufig mit seinen Füßen berührt, wodurch das Metall wieder in die andere Richtung gebürstet wird, sodass diese Stellen jetzt in der goldenen Farbe erstrahlen. Am Altar selbst befinden sich fünf Stellen, die fehlerhaft wirken. Sie stellen aber keineswegs einen Fehler dar, wie man vermuten könnte Die Erklärung hierzu ist ganz einfach: Der Bischof, der die Kirche damals eingeweiht hatte, verbrannte Weihrauch auf dem Altar. Vier dieser „Flecken“ stehen für die vier Nägel, mit denen Jesus ans Kreuz geschlagen wurde, und der Fleck in der Mitte steht für den Lanzenstich des römischen Hauptmanns in Jesu Seite.
Leider konnten wir uns die Kirche nur eine Stunde lang ansehen. Trotzdem war es eine sehr packende und spannende Führung. Daher danken wir Herrn Altmiks, dass er sich für uns Zeit genommen hat und uns viel Interessantes erzählt hat, und wir danken natürlich auch Frau Oguntke, die sich für uns die Mühe gemacht hat und alles organisiert hat.

                                                                                      Eva Maria Mayr, Klasse 5c

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