Yoga und Klangmeditation in der 10bd, kath. Religion

YogaIVklSeit einiger Zeit beschäftigt sich die Klasse 10b/d im Fach Katholische Religionslehre mit dem Thema Buddhismus. Der Begründer des Buddhismus, Siddhartha Gautama (Buddha), lebte vor etwa 2500 Jahren zunächst völlig unbekümmert und von allen Unannehmlichkeiten ferngehalten in einem Palast. Als er sich schlielich gegen diese Abschottung wehrte, erkannte er die Sinnlosigkeit seines bisherigen Lebens und beschloss, nach einem Ausweg aus dem Leid zu suchen. Schließlich fand er seinen eigenen Weg durch die Meditation. Folglich besprachen wir auch im Religionsunterricht bei Frau Oguntke Meditationsarten, unter anderem Yoga.

 

Aber Yoga-Meditation ist nicht gleich Yoga-Meditation! Es gibt verschiedene Arten von Yoga, z. B. Jivamukti-Yoga, das einen Wechsel von Körper-und Geistesübungen anstrebt, Hatha-Yoga, das eher körperbetont ist, oder die Unterform Ashtanga-Yoga, welches vor allem unterschiedliche Körperhaltungen ins Zentrum stellt. Selbst wenn die Wurzeln des Yogas im Hinduismus und Buddhismus liegen, wird es von Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen praktiziert. Die meisten Yoga-Übungen verfolgen heute einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper , Geist und Seele in Einklang bringen soll.

Da wir, also die Klasse K 10b/d, großes Interesse an einem aktiven Yoga-Kurs hatten, erkundigte sich Frau Oguntke für uns und stieß dabei auf die Yoga-Lehrerin Sabine Lehneis aus Murnau. Sie ist eine von wenigen in unserer Umgebung, die Yoga-Kurse gelegentlich auch in Schulen durchführt. Außerdem arbeitet sie beim Yoga u. a. mit Farben und Klängen. Deshalb hat sich unsere Lehrerin natürlich für eine Klang-Meditation mit Yoga für uns entschieden.

Am 19.06.2015 war es dann endlich soweit und das ca. 90-minütige Klang-Konzert konnte im Pavillon unserer Schule stattfinden. So lagen wie auf unserer mitgebrachten Isomatte oder Decke und lauschten den Klängen Frau Lehneis´ kleinem „Orchesters“. Dieses besteht in der Regel aus tibetischen Klangschalen, Gongs, Zimbeln, Didgeridoos, Monochords, Tamburas, Kotos, Oceandrums, Rainsticks und Sansulas. Außerdem brachte sie mit Ober- und Untertönen ihre Stimme zum Einsatz. Dadurch sollten wir unsere körperlich-geistig-emotionalen Blockaden und unseren Schulstress zumindest kurzfristig vergessen. Dazu war es wichtig, dass sich niemand überfordert und jeder nur auf sich selbst achtet, um die nötige Konzentration zu erhalten. Dies hat auch gut funktioniert, denn nach den 90 Minuten wirkte die Klasse trotz aller teilweise anstrengenden Übungen ausgeglichen und sichtlich entspannt. Alles in allem war es also ein besonderes Erlebnis für alle!

Für mich persönlich war dieser Kurs eine ganz neue Erfahrung. Mir hat er aber sehr gut gefallen, da ich mich gut konzentrieren konnte und zu meiner inneren Mitte gefunden habe. Ich würde daher jeder Zeit gerne wieder an so einem Kurs teilnehmen!

Am Ende möchten wir alle uns selbstverständlich auch recht herzlich bei Frau Lehneis für diesen Einblick in eine etwas „andere Welt“ bedanken!

Manuel Schwaiger, Klasse 10b