Exkursion der Klasse 5a/b zur Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

ExkursionkleinAm 18. Juni 2015 unternahmen wir, die Klasse 5a/b mit unserer Religionslehrerin Frau Oguntke, eine Exkursion zur Partenkirchner Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Dort angekommen erwartete uns schon Herr Altmiks, der Dekan der Pfarrei Partenkirchen, der uns in den folgenden zwei Stunden viele interessante Dinge über das Gotteshaus erzählte.

Am 13. Juni 1868 - schon drei Jahre nach dem großen Marktbrand in Partenkirchen - konnte der Grundstein zur neuen Kirche gelegt werden. Das Kirchenschiff wurde dabei gegenüber der abgebrannten Kirche um 90 Grad gedreht. Am 25. September 1871 weihte der damalige Erzbischof von München und Freising, Gregor von Scherr, die neue, nun überwiegend gotisch gehaltene Kirche ein. So entstand die neue Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, wie uns Herr Altmiks berichtete.

Die Zahlen vier und acht spielen in der Partenkirchner Kirche eine große Rolle, denn sowohl das Taufbecken als auch der Kirchenturm sind unten viereckig und oben achteckig. Die Zahl vier steht dabei für die Erde, die Zahl acht symbolisiert das Paradies mit Gott.

Was uns besonders faszinierte, war die Tatsache, dass der Altar aus dem gleichen Material wie der Ambo besteht. Dennoch leuchten beide in zwei verschiedenen Farben: Der Ambo ist tief grau und der Altar goldfarben. Herr Altmiks erklärte es uns so: Wenn man das Metall in die eine Richtung bürstet, wirkt es schwarz, und wird es in die andere Richtung gebürstet, so nimmt es die goldene Farbe an. Außerdem zeigte uns Herr Altmiks auch zwei Stellen am Ambo und am Stuhl, die der Pfarrer häufig während des Gottesdienstes mit seinem Fuß berührt und die dadurch eine goldene Farbe bekommen haben, obwohl deren Ausgangsfarbe eigentlich schwarz war. Am Altar befinden sich übrigens fünf fehlerhaft wirkende Stellen, die aber nicht vom Künstler, sondern vom Bischof bei der Einweihungsfeier der neu renovierten Kirche bewusst durch das Anzünden des Weihrauches an eben diesen Stellen stammten. Diese fünf „Flecken“ stehen nämlich für die fünf Wundmale Jesu; also für die vier Nägel, mit denen Jesus Christus ans Kreuz genagelt wurde, und für den Lanzenstich des römischen Hauptmanns in dessen Seite, um zu erkennen, ob Jesus schon tot ist.

Leider konnten wir nicht mehr auf den Turm steigen, weil uns die Zeit zu knapp wurde. Trotzdem war es eine rundum interessante und informative Führung, bei der wir viele neue Details erfuhren.

Wir danken daher ganz herzlich Herrn Altmiks, dass er uns so lustig und voller Freude durch die Partenkirchner Kirche führte, und natürlich Frau Oguntke, unserer Religionslehrerin, die alles organisiert hat.

Annalena Wank, Klasse 5a