„Gänsehaut-Feeling im Gotteshaus"

Weihnachtskonzert des Werdenfels-Gymnasiums findet erstmals in der Partenkirchner Pfarrkirche statt

Garmisch-Partenkirchen – Das traditionelle Weihnachtskonzert des Werdenfels-Gymnasiums in Garmisch-Partenkirchen war in diesem Jahr ein ganz besonderes. Dass es nicht wie sonst in der Schulaula präsentiert wurde, sondern in der Partenkirchner Pfarrkirche Maria Himmelfahrt stattfand, hatte gute Gründe. „Die Orgel soll diesmal bei der Einstimmung auf Weihnachten, dem Fest, das wie kein anderes die Familien zusammenführt und ein Fest des Friedens werden soll, eine besondere Rolle spielen“, verkündete Schulleiter Tobias Schürmer zu Beginn. Seinen Schülern, deren Eltern, dem Lehrerteam und allen Gästen in der vollbesetzten Kirche wünschte er inneren Frieden, Glück, Erfolg und Lebensfreude, „den äußeren Konflikten in unserer Welt zum Trotz“.


Und dann eröffneten die auf Orgelempore und Kirchenraum verteilten Bläser der Bigband unter der bewährten Leitung von Maria Buchwieser mit der „Canzon á 12“ von Giovanni Gabrieli (1557 – 1612) den stimmungsvollen Abend. Da ließ Laurent Wehrsdorf (Q 12) die Orgel erstmals aufbrausen. Der Abiturient ist eines der Musiktalente, die das Werdenfels-Gymnasium, auch wenn es kein Musikgymnasium ist, mit einem breiten künstlerisch-musischen Ensemble-Angebot in hoher Qualität immer wieder präsentieren kann. Wehrsdorf, der Musik studieren möchte, stellte sein Können nicht nur an der Orgel unter Beweis. Er begleitete auch die verschiedenen Chöre am Klavier und sang mit drei Mitschülern a cappella.
    Um sein Können hatten die Musiklehrer Katrin Stör (Orchester), Thomas Näbauer (Chöre) und Buchwieser ein stimmiges Programm konzipiert. Reizvoll, dass abwechselnd auf der Orgelempore und im Altarraum gesungen und musiziert wurde. Das Kontrabass-Quartett unter der Leitung von Uwe Einzmann, Franziska Müller (Q 11) auf der Zither, verschieden Gesangsolistinnen sowie Marina Buamer und Felix Brandelik (beide Q 12) mit einem auf Französisch – als Erinnerung an die katastrophalen Terroranschläge in Paris – und Deutsch vorgetragenem Gebet von Franz von Assisi bereicherten das Ensemble-Konzert.
Das Gotteshaus ließen die Techniker Vincent Ritter, Benedikt Schmid und Paul Thiel (alle aus der 10. Klasse) immer wieder in verschiedenen Lichtstimmungen erstrahlen. Zusammen mit der Musik, die von der Renaissance bis zu modernen Kompositionen und Arrangements reichte, sorgte das für Gänsehaut-Feeling. Mit „Oh du fröhliche“, in das alle Mitwirkenden und Zuhörer einstimmten, ging ein ganz besonderes Konzert zu Ende.“,

Schrieb Margot Schäfer über das Weihnachtskonzert am 24.12.2015 im Münchner Merkur