Latein Exkurs der 6b/c nach Kempten

2016 kehlheimAm 05. Juli, nach der langen und anstrengenden Busfahrt, kamen wir endlich beim Archäologischen Park in Kempten an. Die Schüler von Herrn Neumann, der an diesem Tag leider erkrankt war und durch Herrn Schneider vertreten wurde, gingen gleich weiter zum Projekt “römische Mode“. Dort durften sie sich als gut gekleidete Römer und Römerinnen ausgeben, als einfache Sklaven oder angesehene Legionäre. Die besten Verkleidungen wurden natürlich fotografiert!
Das erste Projekt von Frau Obers Schützlingen hieß „Brot-Zeit“. Wir bekamen einen Vortrag darüber, welche Getreidesorten die Römer angebaut und wie sie diese geerntet haben. Es wurde an einigen Beispielen gezeigt, wie die Mühlen und die Öfen in vorrömischer und römischer Zeit ausgesehen und funktioniert haben. Besonders anstrengend war das Getreidemahlen mit den schweren Steinblöcken, die noch dazu auch gedreht werden mussten, wozu man viel Kraft braucht. Für unser eigenes Brot bekamen wir allerdings schon einen vorbereiteten Teig, weil es sonst zu lange dauern würde. Wir durften unser eigenes Brot dann nach Lust und Laune formen und dabei zusehen wie unsere Brote in den „ausgehudelten“ Backofen „geschossen“ wurden.


Während die Brote nämlich buken, bekamen wir eine Führung durch den Archäologischen Park. Nachdem wir ein bisschen durch den Wald gegangen waren, kamen wir zu einer alten römischen Mauer und dann gelangten wir durch ein beeindruckendes Tor in den Park. Wir blickten auf das alte Forum (Marktplatz) und stellten uns die riesige Basilika vor. Dann besuchten auch die kleinen Thermen, die den Bewohnern von Cambodunum zur Entspannung und zum Plaudern dienten, sowie die Göttertempel. Zwischendrin hatten wir immer viel zu lachen, weil unsere Führerin lustige Rollenspiele als Beispiele zum damaligen Leben einbaute.
Erschöpft stärkten wir uns dann mittags in der „Taberna“ bei einer römischen Cena mit unserem Brot und bekamen dazu verschiedene andere römische Speisen, die als Buffett gerichtet waren. Danach durften wir uns ein bisschen auf dem großflächigen römischen Spielplatz austoben, von welchem man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt Kempten hatte.
Doch bald stand für die Schüler der 6ac schon das nächste Projekt vor der Tür: „Spielen wie die Römer“. Mit Geschicklichkeits- und Laufspielen, die schon die römischen Kinder vor 2000 Jahren spielten, konnten sich alle richtig austoben.
Für die andere Gruppe standen „Düfte der Antike“ auf dem Programm. Unter diesem Projekt kann man einiges verstehen, aber was es nun tatsächlich war, wusste am Anfang keiner so genau. Doch es entpuppte sich als äußerst amüsant, zu erfahren, wo und wann man was gerne gerochen hat. Dabei durften wir an vielen Ölen und Kräutern riechen und verschiedene Substanzen auf dem Tisch räuchern, auch wenn es manchen dabei ein bisschen schlecht wurde. Highlight dieser Aktion war jedoch die selbstgemachte Duftsalbe, in die man beliebige ätherische Öle hinzufügen konnte, unter anderem auch Lemongras, Orangenöl, Lavendel usw. Diese Duftstoffe fügte man einer Masse aus Öl und Bienenwachs hinzu und rührte, bis die Salbe eine eher gelbliche Farbe angenommen hat. Da war sie auch schon fertig, die wohlriechende Salbe.
Nach den Projekten besuchten wir noch kurz den Spielplatz, dann sprang ein Kind nach dem anderen in den Bus und wir fuhren mit guter Laune wieder nach Hause. Frau Ober und Herr Schneider brauchten wohl einige Stunden Ruhe, nach einer Exkursion mit uns anstrengenden Schülern...


Magdalena Wank, Elina Pehl 6c