Juniorwahl 2017 am Werdenfels-Gymnasium

2017 juniorwahlDas Werdenfels-Gymnasium nahm zusammen mit über 3400 Schulen bundesweit an der Juniorwahl 2017 teil, ein Projekt, dass alle 4 Jahre von der Bundeszentrale für politische Bildung angeboten wird, um die Jugendlichen als künftige Wähler für die Mitwirkung an politischen Entscheidungsprozessen zu motivieren. Am WG konnten alle SchülerInnen der 10. Jahrgangsstufe sowie die Q11 und die Q12 an der Online-Wahl teilnehmen. Am Mittwoch und Donnerstag, 20. und 21. September 2017, wurde die Wahl mit den SchülerInnen durchgeführt und die Wahlbeteiligung lag im Vergleich zur bundesweiten Juniorwahl (ca. 83%) bei sehr erfreulichen 91,90%. Das Ergebnis der „Werdenfels-Wahl“ wurde am Dienstag nach der Bundestagswahl den Schülerinnen und Schülern bekanntgegeben. Es bestand dann in den einzelnen Klassen bzw. Kursen die Gelegenheit, über das Schulergebnis sowie über die Ergebnisse der bundesweiten Juniorwahl und der Bundestagswahl 2017 mit den Fachlehrern zu diskutieren, wovon die Jugendlichen reichlich Gebrauch machten.

Die Durchführung der Juniorwahl 2017 am Werdenfels-Gymnasium hat deutlich gezeigt, dass das politische Interesse von Jugendlichen gar nicht so gering scheint, wie dies immer wieder in der Öffentlichkeit kolportiert wird.

Ergebnisse:

Das Direktmandat im Wahlkreis hätte, wie auch bei der Bundestagswahl geschehen, Alexander Dobrindt (CSU) gewonnen, der 117 von 261 Stimmen erhielt. Den gemeinsamen 2. Platz belegten mit jeweils 48 Stimmen Gabriela Seitz-Hoffmann (Grüne) und Enrico Corongiu (SPD).

Bei den Zweitstimmen erhielt die CSU von unseren Schülerinnen 28,73%, die Grünen 15,32%, die SPD 12,64%, FDP und Linke jeweils 8,04%, die Partei 6,13%.

Die AfD wäre mit 4,21% nicht in den Bundestag eingezogen! Die anderen Parteien erhielten zusammen 16,43%, wobei sich diese Stimmen auf insgesamt 7 Parteien erstrecken und keine dieser Parteien über 3,44 Prozent erreichen konnte.

Stefan Bues

Geschichtsexkursion nach Lille, an die Somme und nach Verdun

2016 LilleFünfzehn 9. Klässler nutzten vom 24.04. bis zum 29.04. die Möglichkeit eines besonderen Austausches mit einer französischen Schule. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Lyccée Ozanam in Lille und den Lehrkräften OStR Pfeiffer, StRin Schmidt, Herrn Rousselle und Frau Lepointe erlebten sie die Geschichte des 1. Weltkrieges an den Schauplätzen vor Ort. So besuchten sie einen metertiefen Minenkrater in der Nähe von Albert, das Museum Historial de la Grande Guerre in Péronne und stiegen hinab in die Gänge des Fort de Douaumont. Besonders bewegt zeigten sich die Schüler auf den Kriegsgräbern, auf denen tausende deutsche, englischer und französischer Soldaten ihre letzte Ruhe fanden. Abschließend war die Gruppe in der glücklichen Lage das erst im Februar anlässlich der 100ten Jährung der Schlachten an der Somme und in Verdun wiedereröffnete und neu gestaltete Museum Memorial in Verdun zu besuchen. Die museumsdidaktisch neu konzipierte Ausstellung, die Filme, Dokumente und Ausstellungsgegenstände kombiniert, faszinierte und bedrückte im gleichen Maße.
Gemeinsam berichteten die französischen und deutschen Schülerinnen und Schüler von ihren Eindrücken auf http://lewebpedagogique.com/werdozan/.

Holocaust-Gedenktag der 9. Jahrgangsstufen

2016 holocaust sSeit über einem Jahrzehnt erinnert die Fachschaft Geschichte zusammen mit den SchülerInnen der 9. Jahrgangsstufe an den Holocaust, dessen Gedenktag der 27. Januar ist, der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die sowjetische Armee.
Dieses Jahr war ursprünglich geplant einen Filmregisseur einzuladen, der einen preisgekrönten Kurzfilm zu diesem Thema gedreht hat, doch leider musste dieser sehr kurzfristig absagen.
So machte die Fachschaft aus der Not eine Tugend und führte die SchülerInnen der vier 9. Klassen auf die Spuren des Nationalsozialismus in Garmisch-Partenkirchen. Dabei schlug man gleich „zwei Fliegen mit einer Klappe“, denn als Grundlage für die am 4. Februar durchgeführten Exkursionen dienten Schülerprojekte des eigenen Werdenfels-Gymnasiums. Eine Klasse besuchte die Dauerausstellung „Die Kehrseite der Medaille“ im Skistadion, die an die Licht- und Schattenseiten der Olympischen Winterspiele 1936 erinnert.

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Schüler führen Schüler durch die Olympia-Ausstellung

Nicht genug Aufmerksamkeit erhält die Ausstellung „Die Kehrseite der Medaille“, die seit 2013 dauerhaft im Olympia-Skistadion zu sehen ist – und das obwohl täglich Hunderte von Touristen das Skistadion ansteuern, wenn sie Garmisch-Partenkirchen besichtigen wollen.
Doch nicht nur Touristen, auch Einheimische kennen diese sehenswerte Ausstellung häufig nicht. Um mehr Interesse zu wecken, hat sich im vergangenen Schuljahr 2014/15 eine Gruppe von 10 Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Jahrgangsstufe am Werdenfels-Gymnasium zusammengefunden, um unter Anleitung ihrer Projektlehrkräfte Christine Riesenhuber und Dr. Stefan Strutz und mit finanzieller Unterstützung durch das Schulprogramm „denkmal aktiv“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ein Konzept zu entwickeln, das Jugendlichen einen attraktiven Zugang durch die Ausstellung eröffnet.

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EUROVISION 1914 - Schülerkonvent in Oberhausen

OH 1 smallVon den Schattenseiten bis zur Aussöhnung

„Jugend im Ersten Weltkrieg“ – so lautet der Titel des Projektes, unter dem sich die jeweils 18 deutschen und französischen Jugendlichen dem Ersten Weltkrieg gewidmet haben. Gemeinsam mit den Lehrkräften Stefan Bues, Karin Lampl und Frederic Rouselle haben die 14- und 15-Jährigen Gedenkstätten in Deutschland und Frankreich besucht und untersucht, wie der Kriegsausbruch 1914 das Leben ihrer Altersgenossen beeinflusste. Fronterfahrungen von Jugendlichen sowie der Alltag zu Hause und in der Schule standen dabei ebenso im Mittelpunkt wie zeitgenössische Propaganda und die damit verbundene Entwicklung von Feindbildern. Zentral waren jedoch nicht nur die Schattenseiten der deutsch-französischen Beziehungen, denn die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich auch mit der Aussöhnung beider Nationen nach dem Zweiten Weltkrieg. Entstanden ist schließlich eine gemeinsame Ausstellung, die mit vielen Exponaten von Sturmgewehr über Pickelhaube bis zu Alltagsgegenständen, Lebensmittelkarten und Schulbücher die Zeit rund um 1914 abbildet, die im März 2014 in Lille und im Mai 2014 in Garmisch-Partenkirchen der interessierten Öffentlichkeit präsentiert wurde.

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Holocaust Gedenktag 2015

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Seit nunmehr über zehn Jahren organisiert die Fachschaft Geschichte für die 9. Jahrgangsstufe den „Holocaust-Gedenktag“, an dem die Jugendlichen sich in verschiedener Art und Weise mit dem Thema „Nationalsozialismus“ und den damit verbundenen Verbrechen während des Dritten Reiches auseinandersetzen. Anlass ist der 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die „Rote Armee“.

 

Dieses Mal lud die Fachschaft Geschichte für die SchülerInnen einen Überlebenden ein, der als kleiner Junge nur knapp den NS-Schergen entkommen konnte. Mit Hilfe des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) und der Referentin Birgit Mair konnte der Zeitzeuge Siegfried Heilig (geb. 1934) gewonnen werden, um den Jugendlichen von den Erlebnissen seiner Kindheit zu erzählen. Herr Heilig ist in Magdeburg aufgewachsen und gehört der Gruppe der Sinti und Roma an. Im Jahre 1943 sollten er und seine Familie nach Auschwitz deportiert werden. Dank der Courage der Großmutter entging die Familie nur knapp den Beamten der Gestapo. Teils in Wäldern, teils bei Bauern versteckt konnten Siegfried, seine beiden Brüder und die Eltern zwei Jahre lang bis Kriegsende 1945 unbemerkt überleben.

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