10 Jahre AG Jugend forscht – Von der Experimentiergruppe zur AG Jugend forscht

Im Jahr 2004 begann alles im kleinen Stil. Der zum Halbjahr 2003/2004 zu versetzte Referendar Markus Baur gründete im März 2004 eine Experimentiergruppe aus 4 an Physik interessierten Schülern. Anfangs vertiefte die Gruppe die Versuche der vorausgegangenen Unterrichtsstunden, um dann kleine Projekte in der Klasse vorzustellen. Das Highlight dieser Gruppenarbeit war ein kleines Filmprojekt mit einer fiktiven Messung des Ortsfaktors auf dem Mars.

Nach einer von OStD Botschafter genehmigten Fortbildung zur Thematik „wie kann man Jugend- forscht in den Schulalltag einbinden“, was für einen Referendar eine besondere Art der Wertschätzung darstellt, war klar, dass die Experimentiergruppe mit 2 Projekten an dem neu gegründeten Regionalwettbewerb Voralpenland teilnehmen würde. Martin Knoche und Johannes Turnhuber hießen die beiden Jugend forscht Pioniere am Werdenfels-Gymnasium. Um die Projekte auch in der Schule bekannt zu machen durften wir eine Ausstellungswand in der Eingangshalle nutzen und die beiden Schüler stellten ihre Projekte im Physikunterricht der 9. Jahrgangsstufe vor. Die Teilnahme im März 2004 behielt dann eine große Überraschung für alle bereit, denn Martin Knoches Energiesparhaus errang in der Schüler experimentieren Sparte Physik den Regionalsieg und auf dem Landeswettbewerb in Dingolfing 2005 den 3. Platz im Bereich Physik.

Insgesamt konnte die AG-Jugend forscht in diesen Jahren viermal einen Regionalsieg in den verschiedensten Wettbewerbssparten erringen und siebenmal einen zweiten Platz erreichen. Zudem wurde zwei mal ein dritter Platz erzielt. Neben den Platzierungen wurden viele Sonderpreise von der AG Jugend forscht errungen, die vom Zeitschriften-Abonnement über den Sonderpreis für zerstörungsfreie Prüfung über den Sonderpreis zur kreativsten Standgestaltung bis zum Sonderpreis für die pfiffigste Wettbewerbsidee reichten. In diesen Jahren konnte sich die AG Jugend forscht auch immer über ein sehr positives Echo in der Presse freuen.

Was wurde aber aus den Preisträgern? Martin Knoche hat an der TU München erfolgreich sein Elektrotechnikstudium absolviert, Fabian Schmidt, Johannes Ostler und Maximilian Mörtl sowie Florian Schmid, die 2011 mit der Wasserstoffheizung bzw. 2012 mit der elektronischen Einparkhilfe jeweils einen Regionalsieg erzielten sind derzeit Studenten in technischen Studiengängen an der TU München. Somit kann man die These vertreten, dass die Teilnahme an der AG Jugend forscht das Interesse an den MINT-Fächern gut fördert.

Der Jugend-forscht Schulpreis im Jahr 2013 stellte eine sehr schöne Bestätigung der AG-Arbeit dar, deren Mitgliederzahl von 4 Schülern im Jahr 2004 auf 65 Mitglieder im Jahr 2013 anstieg. Er ist aber eine große Motivation die Arbeit in der Zukunft fortzuführen und zu optimieren. Ebenfalls war es eine große Freude, dass der Staatsminister für Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spänle, das Engagement des Werdenfels-Gymnasiums im Bereich Jugend forscht in seiner Rede anlässlich unseres einhundertjährigen Schuljubiläums würdigte.

In den Jahren ist nicht nur die Arbeit an der eigenen Schule gewachsen, sondern es hat sich eine gute Kooperation mit der AG Jugend forscht des Staffelsee-Gymnasiums Murnau gebildet. Diese besteht in einer seit 5 Jahren bestehenden Fahrgemeinschaft zum Wettbewerb, denn dadurch kann der Bus über die Fahrtgelder der Teilnehmer finanziert werden, und in einer schulübergreifenden Betreuung der Schüler an den Wettbewerbstagen durch Herrn StD Köglmayr vom Staffelsee-Gymnasium und StR Markus Baur.

Die AG hatte mit StD Andreas Hirsch und StR Markus Baur in ihrer Geschichte zwei Leiter und mit dem nächsten Schuljahr wird Herr StR Philipp Rudat das Betreuungsteam ergänzen, wodurch es zukünftig der AG auch möglich sein wird die Wettbewerbssparten Chemie und Biologie zu besetzen.

Markus Baur

StR und Leiter AG Jugend forscht