Erstes Projekt-Treffen der ERASMUS+-Gruppe in Lille (27.11.-03.12. 2016)

2016 ERASMUS2Am 27.11.2016 sind wir aus Garmisch-Partenkirchen nach Lille geflogen, um dort das komplette Theater-Team zu treffen.

Nach der Reise mit dem Flugzeug und dem TGV sind wir bei unseren Gastfamilien im Raum Lille untergekommen. Am nächsten Tag haben sich dann alle Teilnehmer in der Schule getroffen, um sich erst einmal kennen zu lernen.

Nach mehreren Stunden intensiver Workshop-Arbeit sind dann alle zusammen in die Mensa der Schule essen gegangen. Darauf folgten erneut mehrere Stunden Workshop-Arbeit.

Diese Tagesstruktur wiederholte sich in den darauffolgenden Tagen oft, aber ein großer Teil unseres Aufenthaltes beinhaltete auch den Besuch von mehreren englischen, französischen und deutschen Denkmälern. So führte uns ein Tagesausflug zu dem Schlachtfeld an der Somme, wo wir in Beaumont-Hamel den „Newfoundland-Memorial-Park“ besichtigten. Anschließend fuhren wir zum „Memorial of the Missing“ in Thiepval, auf dem 73.300 Namen britischer Soldaten aufgelistet sind, die kein Grab besitzen. Ferner passierte der Bus den „Lochnagar Crater“, ein britischer Sprengtrichter von ca. 100 Metern Durchmesser!!

An einem anderen Tag folgten wir den Spuren des 1. Weltkrieges im benachbarten Flandern/Belgien. Hier besuchten wir den deutschen Soldatenfriedhof Langemark, die Stellungen an der Yser und den Tyne Cot Cemetary.

Um den gefallenen Soldaten unseren Dank und Respekt zu zollen, sangen wir für sie das Lied „Nehmt Abschied Brüder“ in drei Sprachen und führten eine kleine Choreografie auf, die den Abschied von Ihnen symbolisierte.

Auf dem deutschen Friedhof St.-Laurent-Blangy hatten wir das Privileg, Gräber gefallener deutscher Soldaten zu reinigen. Diese Kriegsgräberstätte wurde für diese Aktion ausgewählt, da auf ihm Soldaten aus dem Werdenfelser Land ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Um mehr Informationen über den Ersten Weltkrieg zu sammeln, besuchten wir auch zwei Museen, das „Historial de la Grande Guerre“ in Peronné sowie das Museum „Flanders Fields“ in Ypern. In Kleingruppen wandelten wir die dort gesammelten Informationen in kurze Theaterszenen um, welche wir dann vor versammelter Gruppe präsentierten.

Nach sechs intensiven und produktiven Tagen ging es dann schließlich zurück in das jeweilige Heimatland.

Moritz Keller, Werdenfels-Gymnasium Klasse 9c

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