Neues Erasmus+ Projekt am Werdenfels-Gymnasium!

„The war to end all wars? The First World War in a European theatre of peace“

erasmus-plus-logo.jpgTagtäglich erfährt man aus den Nachrichten, was für ein hohes und seltenes Gut der Friede in der Welt darstellt – nach einer langen Phase des Friedens, die seit 1945 währt, sieht sich Europa nun großen Aufgaben und Problemen gegenübergestellt, in Gestalt von immensen Flüchtlingsströmen, die aus internationalen Konflikten, Bürgerkriegen und ökonomischen Verteilungskämpfen resultieren. Diese Flüchtlingswelle scheint Europa vor eine der größten Herausforderungen seiner Geschichte zu stellen und droht die Solidarität innerhalb der Europäischen Union zu zerreißen.
Diese Tatsache führt uns in die Geschichte zurück, als Europa noch ein Kontinent war, in dem sich die einzelnen Nationen in zwei Weltkriegen gegenseitig bekämpften. Anlässlich des 100. Jahrestages des Ersten Weltkrieges, eines der größten Konflikte in der Geschichte Europas, haben wir diese „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ zum Anlass genommen, um der Frage nachzugehen, warum dieser Krieg Europa in eine so tiefe Krise schlittern ließ, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg ihr Ende fand.

 

Diese historischen und gleichzeitig aktuellen Fragen haben unsere Schule veranlasst, erneut einen Antrag zur Förderung eines europäischen Bildungsprojekts zu stellen – dieses Mal im Rahmen der neuen Programmgeneration Erasmus+, die die „alten“ Comenius-Projekte abgelöst hat. Und wieder haben wir den Zuschlag zur Durchführung eines Projektes erhalten!
Als Partner konnten das Lycée Ozanam in Lille (Frankreich) und die Bayhouse School in Gosport (England) gewonnen werden – ein Glücksfall, denn damit arbeiten drei ehemalige Kriegsgegner nun eng zusammen an einem Projekt, das sich der Wertschätzung des Frieden und der europäischen Zusammenarbeit verschrieben hat. Gleichzeitig verbindet das Werdenfels-Gymnasium mit dem Lycée Ozanam bereits eine gemeinsame Erfolgsgeschichte: Beide Schulen zusammen haben bereits das Projekt „Jugend im Ersten Weltkrieg“ auf die Beine gestellt, das beim Historikerkongress „Eurovision 1914“ in Oberhausen ausgezeichnet wurde.

Unser neues Projekt besteht nunmehr darin, ein völlig neues Theaterstück über den Ersten Weltkrieg und dessen Folgen bis heute zu konzipieren. Von Anfang an sollen die SchülerInnen ihr eigenes Stück entwickeln, das alle Facetten einer professionellen Theaterproduktion aufweist, angefangen bei der historischen Recherche und der Konzeption des Stückes, über den Schreibprozess  und die Inszenierung bis hin zur Aufführung als Schauspieler, mit selbst kreiiertem Bühnenbild und den Kostümen, der Choreographie und Musik sowie der Technik....
Als professionelle Partner konnten wir – ein weiterer Glücksfall - die theaterpädagogische Abteilung des Residenztheaters München („Junges Resi“), die entsprechende Einrichtung im Théâtre du Nord Lille sowie den Hampshire Cultural Trust für eine Kooperation gewinnen. Damit ist ein hoher Grad an Professionalität und künstlerischer Qualität gesichert.

Aus jeder Partnerschule werden 12 SchülerInnen an diesem künstlerischen Projekt direkt beteiligt sein, aber das Projekt bietet darüber hinaus die Möglichkeit, weitere Jugendliche zu integrieren, etwa für die Erstellung und Pflege der Projekthomepage oder dessen Dokumentation in Form eines Films.
Das fertige Theaterstück wird abschließend in den einzelnen Schulen sowie für die Öffentlichkeit in München – die Premiere findet im Residenztheater statt -, am Werdenfels-Gymnasium sowie in Lille, Gosport und Winchester zu sehen sein.
Der Fortgang des Arbeitsprozesses wird vor allem auf der Projekthomepage festgehalten, die, sobald sie online geht, mit unserer Schulhomepage verlinkt wird.
Wenn Sie noch mehr über unser Projekt erfahren wollen, können Sie aber auch unser Portfolio zum Projekt studieren, das Sie HIER erreichen können.

Das Projektteam freut sich auf zwei spannende, erlebnisreiche Jahre und ein tolles Theaterstück 2018!

(Christine Riesenhuber, Stefan Bues)