Der Brennerbasistunnel

Brenner1klAm 8.11.2016 besuchten neun Kolleg(inn)en aus den Fachschaften Physik und Geographie im Rahmen einer Schilf den Brennerbasistunnel. Auf dem Weg dorthin machte man sich in Zirl ein Bild über die momentane problematische Situation hinsichtlich der Nutzungskonflikte zwischen Infrastruktur (Autobahn, Landesstraße und Flughafen), Wohnen, Gewerbe und Landwirtschaft in dem vom Gebirge eng begrenzten Inntal. Damit verbunden natürlich auch die kritische Lärm- und Abgassituation gerade bei Inversionslagen.

In Steinach am Brenner befindet sich ein großes Informationszentrum, in dem mit Wandtafeln und Anschauungsmaterial den Interessenten die Fakten dargelegt werden. Gleich südlich davon in der Ortschaft Wolf wird einer der drei Zufahrtstunnel gebaut. Dort erhielten die Lehrkräfte zunächst einen Vortrag über alle Daten, Fakten und Zahlen des Tunnels. Hier nur ein paar wichtige: Länge: Innsbruck – Franzensfeste 55 km, Tulfes – Franzensfeste 64 km; dafür benötigte Zeit 25 Minuten; drei Zufahrtstunnel in Ahrental, Wolf und Mauls; Ausbruchmaterial 17 Mio. m³; zwei Röhren und ein Erkundungsstollen – Gesamtlänge 230 km Stollen; voraussichtliche Eröffnung 2026.

Anschließend durften sich die Teilnehmer mit Sicherheitskleidung ausstatten und die „Tunnelwelt“ von innen betrachten. Es beeindruckten die immensen Ausmaße und Größen der Tunnel und Maschinen, die Technik und Logistik aber auch die Probleme vor Ort wurden erklärt. Außerdem konnte man die Vorbereitungen zur Aufschüttung des Padastertals besichtigen. Die Verlegung des Baches und einer Kapelle, Aufforstungen bis hin zur Renaturierung wurde hier bedacht, um auch nach der Fertigstellung wieder touristisch attraktiv zu sein.

Diese vielseitigen und diversen technischen sowie geologischen Informationen vor Ort verdankte man dem Tunnelbau-Ingenieur Johann Auer, der mit seiner über 30-jährigen Tunnelbauerfahrung überzeugte.

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